Die 5 beknacktesten Erfindungen rund um unser Hobby

Wir alle lieben unser Hobby, ach was sag ich, unsere Passion und Leidenschaft, unsere Lebenseinstellung.
Doch wie überall gibt es auch im Bereich der Telespiele manchmal Hersteller welche mit ihren Erfindungen und innovativen Ideen über das Ziel hinaus schiessen.
Dies, weil sie sich in ihrer Imagination verlieren oder weil sie das grosse Geld wittern, und manchmal kann man sich echt nicht erklären, wie jemand auf so ’nen Schmarren gekommen ist.

Willkommen zu den fünf beknacktesten Erfindungen in der bunten Welt der Videospiele.



1. 20-stellige Levelpasswörter

In einer längst vergangenen Zeit, bevor es Speicherkarten oder gar Festplatten gab, fanden einige findige Videospielentwickler einen Weg, damit der Spieler nicht immer wieder von vorne beginnen musste. Einige besonders Fiese davon befanden, dass solch ein Passwort besonders sicher sein müsse und kreierten ellenlange Passwörter, die man mit seinem Päd eintöggelen musste, bevor man weiterspielen konnte.
Manche waren so lange, dass sie nicht nur dein E-Banking-Login aussehen lassen wie einen vierstelligen, rein zahlenbasierten Code (0000 anyone?). Nein, in manchen Fällen war es schlicht schneller, einfach wieder bis zu besagter Stelle zu spielen, als diese Ausgeburt der Hölle einzutippen, mit denen man durchaus Atomsprengköpfe aktivieren konnte. Liebe Grüsse an Metroid. 😉

2. Hardware-Leistungserweiterungen

Gerade in den 90ern existierten solche Dinger, welche eine bestehende Hardware aufrüsten sollten und somit ihre Lebensdauer zu erhöhen gedenkten.
Das 32X sollte das Mega Drive vom 16-Bit Kasten zum 32-Bit Highendgerät hochpushen. Zusammen mit dem bereits vorher erschienenen Mega CD (am Schluss erinnerte die Segakonsole ein wenig an Frankensteins Monster) sollte es die Spieler davon abhalten, zur Konkurrenz zu wechseln.
Während für die CD-Variante immerhin eine Handvoll guter Spiele erschien, floppte der Aufsteckzusatz völlig. Es mangelte zum einen an unterstützten Spielen, zum anderen bastelte Sega selbst ja bereits am angekündigten Sega Saturn.

Nintendo veröffentlichte für das N64 das sogenannte Expansionpack, welches den Arbeitsspeicher auf 8MB verdoppelte. „Donkey Kong 64“ und „Majora’s Mask“ benötigten die Erweiterung, bei einigen anderen Spielen war es optional und ermöglichten „High Resolution“-Grafik. Ebenfalls für das Nintendo 64 erschien (zumindest in Japan) das 64DD, welches unter die Konsole gestöpselt wurde. Von über 60 angekündigten Titeln, erschienen gerade mal ein knappes Dutzend.

Interessant, dass solche Hardwareerweiterungen massiv floppten, während die Hersteller heute ihre aktuelle Konsole als „Pro“-Variante neu auflegen und mit dem Preis einer neuen Konsole ungleich erfolgreicher sind.

3. DLCs

Eigentlich ein lobenswerter Ansatz: Zusätzlicher Inhalt für dein Lieblingsspiel. Mehr von dieser Welt, welche dich so in ihren Bann gezogen hat und es so geschmerzt hat, ebendiese wieder zu verlassen, weil die Credits über den Bildschirm liefen.
Hier sollten DLCs Abhilfe schaffen und dich in diesem Universum festhalten, wie ein Facehugger sich an deinem Gesicht festkrallt.
Nur, ganz ehrlich, diese ganzen Storyerweiterungen wirken meistens so enorm aufgesetzt, dass sie einfach nicht so recht in das bisher Erlebte passen.
Sie wirken vielfach wie Missionen, welche im Vorfeld aus dem Hauptspiel gestrichen wurden, weil sie nicht reingepasst haben.
In diesem Sinne sind DLCs wie B-Seiten bei Vinyl, es gibt durchaus gute, doch der grosse Teil ist verzichtbar. Von Kostümen und/oder Waffen fange ich erst gar nicht an. Bei mir stapeln sich solche nicht eingelöste Codes, dass ich damit mehrere Waisenhäuser einkleiden und Armeen ausstatten könnte. (Violà, wenn was brauchst, melde dich.)

4. Remakes & Remasters

Freunde der seichten Unterhaltung, das funktioniert schon bei Filmen nur so semi und das ist bei Spielen nicht anders.
Warum sollte ich ein 20 Jahre altes Spiel spielen, bei dem die Grafik hochgerechnet wird und zwei neue Lensflare-Effekte hinzugefügt werden. Dabei merke ich, dass die Spielmechanik unglaublich schlecht gealtert ist und mache mir meine Erinnerungen an ein gutes Spiel und eine tolle Zeit zu Nichte.
Oder, warum sollte ich eine Remaster Edition eines Spieles zocken, welches gefühlt vor zwei Jahren im Original erschien und dem zwei neue Lensflare-Effekte und ein zusätzliches DLC-Kostüm hinzugefügt wurden?
Da rege ich mich auf, wie so ein Wolf am Salatbuffet.
Und dennoch unterhalten mich Tony Hawk, Mass Effect, Mario Kart 8 und Konsorten unheimlich gut und strafen mich Lügen…

5. Fortnite

Der Untergang des Abendlandes, die Videogame-Apokalypse, der Todesstoss meines geliebten Hobbys… oder einfach dieselbe Erkenntnis, welche ich bei der Musik bereits hatte: Ich werde alt und ich bin nicht mehr die relevante Zielgruppe.
Deshalb kann mir dieser digitale Albtraum genauso am Popo (hihi) vorbei gehen, wie der tausendste Autotune-Song, der sich genau gleich anhört, wie die 999 vorangegangen.
Es muss mich nicht interessieren, ich muss es nicht in Frage stellen und wenn es Menschen dazu bringt, Videospiele zu spielen, sich mit der Materie zu beschäftigten und sich mit Liebe, Leidenschaft und Passion mit der Kultur auseinander zu setzen, dann kann das nur gut sein. Kultur entwickelt sich und solange ich das akzeptiere, glaube ich, bin ich noch kein so alter Mann, wie ich manchmal denke.

Text vom ponyhofbesucher

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