Juni 1991 – Geburtsstunde einer Ikone

Der Kinosommer 1991 beginnt eher mau: Erwähnenswert sind „Auf die harte Tour“ mit Marty Michael J. Fox und James Woods, sowie Uma Thurman in einer der unzähligen Robin Hood Verfilmungen, dieser mit dem Zusatz „Ein Leben für Richard Löwenherz“.

Neu im Radio liefen der Evergreen (darf man mittlerweile glaub ich schon so sagen) von Zucchero „Senza una donna“ und Chers “ The Shoop Shoop Song“, der zwar bereits 1990 veröffentlicht wurde, aber dank dem Film „Meerjungfrauen küssen besser“ nochmals ordentlich gepusht wurde.

Das Jugendwort des Jahres war (glaube ich) „Megacool“, welches das ordinäre „Cool“ ablöste, weil es viel cooler war… und auch mega.

Und nun zum angeteaserten Jubiläum:
Ich hoffe, ihr habt den unglaublichen Cliffhanger des letzten Monats gut überstanden. So will ich euch nun nicht länger auf die Folter spannen und das Geheimnis lösen, welches euch so manche schlaflose Nacht bereitete, euch den Appetit verhagelte und den Geburtstag eurer Katze vergessen liess.

Im Juni 1991 düste der schnellste Igel des Planeten erstmals über unsere Bildschirme. Wenn ich aktuell so auf unsere Strassen gucke, sollten sich seine gestachelten Kollegen mal ein Beispiel an ihm nehmen.
Und ja, Sonic gab sein Debüt tatsächlich bereits ein wenig früher. So war er ein paar Monate zuvor bereits im Automatenspiel „Rad Mobile“ zu erblicken, als Rückspiegeldeko… was für ein kometenhafter Aufstieg also.
Danach war er Aushängeschild für Segas Mega Drive, der übercoole Gegenpart zum Nintendoklempner und Inbegriff der Jugendkultur der frühen 90er.

Es folgten mehrere Nachfolger, der Versuch als Systemseller für das MegaCD eine Hardwareerweiterung zu verkaufen, verschiedene Liebschaften mit Füchsen und anderem Geviehche. Er erhielt in den USA eine eigene Comicsreihe, in der sein zweiter Vorname gedroppt wurde… Er lautet Maurice.
Zu einem Höhenflug setze er kurz vor der Jahrtausendwende nochmals an, als er auf dem Dreamcast in dem hochgelobten Sonic Adventure erneut die Hütte rockte.

Danach wurde es etwas Still um ihn, da er nicht mehr so viel rannte, legte er ordentlich Gewicht zu, kämpfte jahrelang gegen seine Drogen- und Sexsucht an und versuchte in unterdurchschnittlichen Spielen mehr schlecht als recht sein Comeback zu bewältigen. 

Letztes Jahr gelang Sonic dann an der Seite von Jim Carrey das Kinodebüt, obwohl unter einem schlechten Stern gestanden, entstand rund um den sympathischen Igel eine durchaus gelungene Videospielverfilmung.
Auch seine Shape hat er wieder gefunden und ist seit über einem Jahr mit seinem einstigen Konkurrenten  Mario in Tokyo an den olympischen Spielen.

Happy Birthday Sonic, auf das viele weitere Jahre mit dir folgen werden!

Text vom ponyhofbesucher

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