Wonder Woman 1984 – Review

Endlich sind die Kinos wieder offen! Um das zu feiern, musste ich am Wochenende einfach hingehen und mir „Wonder Woman 1984“ ansehen. Seit „Tenet“ im letzten Sommer war das mein erster Kinobesuch und ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut. Ich kann jetzt schon mal sagen, dass diese Vorfreude leider enttäuscht wurde.

Wenn ihr diese Review lest, setzte ich voraus, dass ihr den ersten Teil und den Trailer zum aktuellen Teil gesehen habt. Falls dem nicht so ist, müsst ihr mit Spoilern rechnen. Hier könnt ihr euch den Trailer ansonsten noch ansehen:

Der erste Teil hat mir damals sehr gut gefallen und so war ich auch bei „Wonder Woman 1984“ trotz einiger negativen Kritiken guter Dinge, dass mir der Film gefallen würde. Leider konnte der Film meine Erwartungen nicht erfüllen. Weder optisch noch inhaltlich konnte mich der Streifen überzeugen, und das lag nicht daran, dass ich aus Versehen eine 3D Vorstellung besuchte, was ich überhaupt nicht mag. Meiner Meinung nach leidet die Qualität des Films unter dem 3D sehr und vor allem die Tatsache, dass man helle Stelle manchmal doppelt sieht, lässt mich 3D-Vorstellungen meiden. Aber gut, das war mein Fehler, dafür kann der Film an sich ja nichts. Die Special Effects haben mich aber so enttäuscht. Zeitweise dachte ich mir noch, dass wir heutzutage vielleicht einfach verwöhnt sind, was umwerfende Special Effects angeht, aber immer mehr hatte ich das Gefühl, jeder einigermassen professionelle YouTuber könnte das besser. Die Green Screens sehen schrecklich aus und die Kampfszenen wirken total unecht.

„Na gut“, dachte ich mir, „Vielleicht kann die Story den Film ja noch aufwerten“. An sich gab es einige interessante Ansätze, und vielleicht kommt die Story auch anders rüber, wenn man die Comics kennt. Für mich als Unwissende gab es aber sehr viele Logiklöcher und verpasste Chancen. Ich bin ein Klugscheisser und habe es gern, wenn alles logisch ist und so auch wirklich real stattfinden könnte. Mein Klugscheisserherz ist da aber ein paarmal fast stehen geblieben, eben wegen der erwähnten Logiklöcher. Ich würde hier gerne ein Beispiel nennen, aber ich will nicht in der Story vorgreifen (Stichwort KAMPFJET!!!). Dadurch wird der Film für mich leider wirklich sehr unrealistisch und ich nervte mich auch deshalb. Die Story kommt aber auch so nicht richtig in Fahrt. Nach einer kurzen Actionszene am Anfang passiert nicht wirklich viel, bis etwa 45 Minuten vor dem Schluss. So entschleunigt sich der Film leider viel zu stark und hängt stark durch. Nicht so stark, dass ich in der Pause nach Hause gehen wollte, aber doch so stark, dass einem die 2.5 Stunden Spielzeit noch länger vorkommen.

Es gibt aber auch ein paar gute Punkte, die ich herausheben möchte. So gefällt mir Diana Prince/ Wonder Woman als Charakter einfach sehr gut. Sie ist so authentisch und man kann sehr gut mir ihr mitfühlen. Sie ist zwar eine Halbgöttin, aber trotzdem hat sie eine sehr menschliche Seite an sich. In die anderen Charakteren konnte ich mich leider nicht so hineinversetzen. Der Bösewicht war mir zu berechenbar und die andere weibliche Hauptfigur zu Beginn zwar sehr sympathisch, doch dann auch zu klischeehaft.
Am besten gefallen am ganzen Film haben mir aber die witzigen Szenen mit Steve, welcher mit der modernen Technik aus den 80ern zuerst nicht klar kommt. Da gibt es wirklich ein paar total lustige Szenen, eine ist ja schon im Trailer ganz am Ende zu sehen. 😉

Schlussendlich muss ich aber leider schmerzlich feststellen, dass das Kinoerlebnis an sich besser war als der Film selber. Und das trotz permanenter Maskenpflicht und Snackverbot. Ich glaube, das sagt schon alles. Normalerweise sind meine Reviews nicht so zerschmetternd, und es tut mir leid für einen Film, auf den ich mich doch schon länger als ersten Film nach dem zweiten Lockdown gefreut hatte. Leider kann ich aber wirklich nichts besseres als fünf von zehn Sternen geben. Ich habe es nicht bereut, dafür ins Kino gegangen zu sein, aber ich werde mir den Film danach kein zweites Mal mehr ansehen.

Hier könnt ihr euch „Wonder Woman 1984“ auf DVD und Blu-ray vorbestellen und euch eine eigene Meinung bilden.

2 Kommentare zu „Wonder Woman 1984 – Review

  1. 1984…. so much pain

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  2. War leider ein übler Streifen aber als Sandmannersatz sehr gut!

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