Tenet – Review (spoilerfrei)

Seit Mitte Mai sind die Schweizer Kinos wieder geöffnet, doch seither sind (verständlicherweise) keine neuen Blockbuster erschienen. Diese Durststrecke ist jetzt aber endlich beendet, denn mit „Tenet“ ist letzte Woche ein neuer Streifen von Christopher Nolan gestartet!
Wie sehr habe ich mich gefreut, endlich wieder ins Kino zu gehen, die einzigartige Atmosphäre, einen guten Film und vor allem das leckere Popcorn (welches im Kino einfach immer besser schmeckt) zu geniessen. Ich muss ehrlich gestehen, auf den Film kam es mir da gar nicht so sehr darauf an, ich wollte einfach wieder ins Kino. Vielleicht genau aus diesem Grund hat mich „Tenet“ so aus den Socken gehauen. Ich habe mich im Vorfeld bewusst nicht wirklich über den Film informiert. Ich kannte nur einen mysteriösen Teaser Trailer, welcher so gut wie nichts über die Story preisgab, mich aber trotzdem (oder gerade deswegen) angesprochen hat. Ich liess mich also zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einmal auf einen Film ein, von dem ich eigentlich noch nichts wusste, und es hat sich super angefühlt.

Um euch dieses Erlebnis zu bewahren, möchte ich auch nicht zu stark auf die Story eingehen. Nur etwas sei gesagt: Es geht um Zeitreisen, aber nicht so wie ihr jetzt vielleicht denkt. Es handelt sich um eine ganz neue und faszinierende Art von Zeitreise, welche hier „Inversion“ genannt wird. Diese Thematik wurde so gut und realistisch in den Film eingebunden, dass ich noch jetzt mit jedem, der den Streifen gesehen hat, gerne darüber diskutiere, was denn nun in welche Art möglich sei, wenn es die Inversion wirklich geben würde. Denn klar, Zeitreisen sind (noch) nicht möglich, doch durch diesen Film denkt man sich: Was, wenn das wirklich passieren würde? Es fühlt sich einfach so real und stimmig an. Ihr könnt euch das ähnlich wie bei Inception vorstellen: Jeder weiss, dass man nicht in die Träume der anderen eindringen kann, doch während des Filmes denkt man sich, dass es vielleicht wirklich irgendwo auf der Welt möglich sein könnte.

Was die Story auch sehr gut macht, ist der Aufbau der Spannung. Der Film ist in keiner Sekunde langweilig, aber er beginnt recht harmlos und noch ohne viel Zeitreise. (Naja..) Die Reisen durch die Zeit spitzen sich aber immer mehr zu und schlussendlich droht einem das Gehirn zu platzen (im positiven Sinne). Es geschieht so viel, was man nicht für möglich gehalten hätte und man wird immer wieder total überrascht. Genau aus diesem Grund muss man beim Anschauen dieses Filmes aber auch immer komplett bei der Sache sein. Um nochmals den Vergleich mit Inception aufzunehmen, würde ich „Tenet“ als eine rechte Schippe komplexer beschreiben. Es wäre gelogen zu sagen, dass ich beim ersten Kinobesuch alles komplett verstanden habe, doch ich bin mir in den meisten Punkten sicher, dass diese Lücken nach ein bis zwei weiteren Durchläufen gefüllt werden würden. Bei welchem Punkt ich mir nicht ganz sicher bin? Bei den Beweggründen für die ganze Sache. Da frage ich mich doch, ob das wirklich alles gewesen ist, oder ob da unter der Oberfläche noch mehr steckt? So wie ich den Film einschätze, steckt da ziemlich sicher noch mehr dahinter, als uns weisgemacht wurde. 😉

Diese eben beschriebenen zeitweiligen Unsicherheiten empfand ich aber keineswegs als negativ, sondern als erfrischend abwechslungsreich, wodurch der Drang, den Film nochmals anzusehen, gross ist. Es wird nicht alles direkt unter die Nase gehalten und man muss sich etwas Mühe geben und sich auf den Film einlassen. Dafür wird man mit einem Film belohnt, der mit einer umwerfenden Story, faszinierenden Thesen, interessanten Charakteren und genialem Soundtrack auftrumpfen kann.

Die Musik ist sicher Geschmacksache, doch meiner Meinung nach passt sie perfekt zum Film. Diese tiefen Bässe und futuristischen Melodien sind der Hammer. Auch die Schauspieler haben mir gut gefallen, sogar an Robert Pattinson habe ich mich nach einer Weile gewöhnt. 😉

Ich könnte jetzt noch lange weiter von „Tenet“ schwärmen, aber schlussendlich muss sich jeder sein eigenes Bild machen. Deshalb komme ich nun zu einem Ende und überlege noch, ob ich diesem Epos 9 oder 10 von 10 Sternen geben soll, schliesslich bewahre ich mir die 10 Sterne immer für wirklich bombastische Filme auf…

Das actiongeladene Meisterwerk von Christopher Nolan, das mit unzähligen Mindf*ck-Momenten höchste Unterhaltung bietet, bekommt von mir wohl verdiente 10 von 10 Sternen und hiermit fordere ich euch auf, euch „Tenet“ unbedingt anzusehen.

Bestellt -> hier <- den DVD oder Blu-ray und schaut ihn euch dann von zu Hause an. 😉

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