Harley Quinn: Birds of Prey – Review (spoilerfrei)

Es ist aus: der Joker und Harley Quinn haben sich getrennt. Deshalb muss die crazy Harley in «Birds of Prey: The Emancipation of Harley Quinn» (oder wie er nun umbenannt wurde: „Harley Quinn: Birds of Prey“) nun beweisen, dass auch sie einiges auf dem Kasten hat. Denn ohne den Schutz des Jokers steht sie bei vielen mächtigen und weniger mächtigen Schurken auf der Abschussliste. Aber so wie wir Harley Quinn bereits aus «Suicide Squad» kennen, ist dies auf keinen Fall ein einfaches Unterfangen für ihre Gegner. Zu vieles rund um die Story möchten ich nicht erzählen, nur so viel: Huntress, Black Canary und Renee Montoya sorgen neben Harley für mächtig Frauenpower! Dies lässt ja auch schon der Titel des Filmes erkennen, aber trotzdem wirkt er nicht künstlich in die Feminismus-Schiene gezwungen. Klar, die (Anti-)Heldinnen sind Frauen mit mächtig Power, aber trotzdem wirkt es passend in den Film integriert, und nicht mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Das Geschlecht wird nicht ständig in den Mittelpunkt gestellt, sondern sie sind halt einfach Frauen und das ist auch gut so. 🙂

Wie ihr in meiner Review zu «Joker» lesen konntet, bin ich ein riesen Fan von Batmans Erzfeind. Ich mag seine durchgeknallte, unkonventionelle Art und Weise, Probleme zu lösen oder welche zu erschaffen. Er ist einfach anders und sein Verhalten fühlt sich so real, crazy, abgedreht aber auch traurig, wenn nicht sogar melancholisch an. Genau das mag ich auch an Harley Quinn, denn durch ihre Zeit mit ihm ist sie ein Stückweit genauso abgedreht geworden wie er. Ihr Verstand hat es geschafft, jede noch so schlimme Situation in etwas Buntes, Glitzerndes und Witziges zu verwandeln, denn irgendwie geht es ja immer weiter. Ganz ehrlich, wir möchten doch alle irgendwie ein bisschen so sein wie sie! Mit einem so faszinierenden Hauptcharakter kann «Birds of Prey» ja nur gut werden, oder?

Kommen wir also wieder zurück zum Film: Actionszenen kann der Streifen richtig gut. Die strotzen nur so vor Energie! Wenn Harley und Co. auf Gegner treffen und diese mit akrobatischen Moves vor kunterbunten Kulissen aus dem Weg räumen, kommt der Film so richtig in Fahrt. Auch wenn es ab und zu etwas unlogisch erscheint, dass die schmächtigen Frauen gegen riesige Muskelpakete gewinnen, stört das überhaupt nicht. Die vielen Moves und teils witzigen Kampfelemente passen perfekt in das crazy Setting. Eben dieses finde ich auch super gut gelungen. Man kennt Harley Quinn ja bereits als durchgeknallte Geliebte des Jokers, ohne ihn ist sie nicht weniger crazy! Da die Story meist aus ihrer Sicht oder mit ihrem Kommentar erzählt wird, überträgt sich diese Verrücktheit auf den ganzen Film. Er wirkt crazy, bunt, schrullig, frisch und einfach anders, als alles Bisherige. Nur einem nehme ich das nicht ganz ab, und zwar dem Bösewichten Roman Sionis alias Black Mask. Man möchte meinen, seine schräge Art böse zu sein passt perfekt hinein, aber mir kam er nicht authentisch vor. So sah ich in ihm eher einen fahlen und ausgewaschenen Joker als einen ernstzunehmenden Mafiaboss. Ich fand ihn nicht witzig, sondern einfach nur böse und unausstehlich. Das tut mir echt leid, denn eigentlich mag ich Ewan McGregor, aber diese Rolle traf einfach nicht meinen Geschmack.

Was mich auch etwas gestört hat: Einer gewissen Fledermaus scheint in diesem Film ihre Stadt komplett egal geworden zu sein, oder ist sie vielleicht gerade im Urlaub gewesen? Naja, vielleicht war sie ja gerade mit dem Joker beschäftigt…

Die Story von «Birds of Prey» ist jetzt echt kein Meisterwerk an Tiefgründigkeit, aber das habe ich auch nicht erwartet. Sie wird von Harley immer wieder verschachtelt vorgetragen, was gewissen Szenen manchmal etwas den Wind aus den Segeln (oder den Vögeln den Wind aus den Flügeln?) nimmt. Ausgeschmückt mit dem schrägen Style und den super Actionszenen ergibt sich trotzdem ein unterhaltsames Abenteuer in den Strassen von Gotham City. Deshalb erhält der Film von mir 7 von 10 Vögeln!

Hier könnt ihr euch die DVD und die Blu-ray vorbestellen: Birds of Prey


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