Review – The Legend of Zelda: Link’s Awakening

Letzte Woche erschien «The Legend of Zelda: Link’s Awakening» für die Nintendo Switch. Bereits vor 26 Jahre entführte uns das vierte Abenteuer von Link, damals noch auf dem Game Boy, auf die Insel Cocolint weit weg von dessen Heimat Hyrule. Durch einen Schiffbruch landet der Held auf dieser verträumten Insel und muss den Windfisch wecken, um wieder davon runter zu kommen. Dieser lässt sich nur mit acht verschiedenen Instrumenten wecken, welche auf der ganzen Insel versteckt sind.

Story-technisch befindet sich das Remake ganz nahe, wenn nicht sogar direkt an dem Original von 1993. Das Layout der Dungeons, die zu bezwingenden Gegner und selbst einige Standorte von Pflanzen weichen nicht vom Vorgänger ab. So hat man natürlich einen erheblichen Vorteil, wenn man bereits auf dem Game Boy nach Cocolint gereist ist. Auch bei den Rätseln und dessen Lösung hielt sich Nintendo eins zu eins ans Original. So muss man die gleichen Wände sprengen, dieselben Steine verschieben und findet in den exakt selben Truhen die Schlüssel in den Dungeons. Doch 26 Jahre nach dem Original wird wohl niemand das Spiel noch so genau im Kopf haben ;-).

Das Remake verfügt über etwas mehr Sammelgegenstände, so kann man neu 50 Zaubermuscheln sammeln statt 26. Zudem gibt es mehr Teleport-Punkte und Link kann sich nun auch diagonal bewegen. Wer sich noch an die umständliche Verwendung der Ausrüstungsgegenstände erinnert, kann aufatmen: Neben den permanent ausgerüsteten Gegenständen (Schwert, Schild, Kraftarmband, Pegasus Stiefel, Schwimmflosse, Lupe, Balsam) stehen den anderen Fertigkeiten jeweils zwei Tasten zur Verfügung. Man kann also immer zwei Gegenstände gleichzeitig ausgerüstet haben. Diese sehr praktische Neuerung erleichtert einem die Steuerung um einiges!

Die auffälligste und schönste Neuerung ist natürlich die Grafik, denn diese ist schlichtweg atemberaubend. Der Comicstil hüllt Links Abenteuer in eine herzallerliebste Reise durch die diversen Gebiete und Dungeons. Gewisse Gegner sind so süss, dass man sie fast gar nicht besiegen möchte. Auch die Musik und Geräusche wurden sehr liebevoll gestaltet. So schreit Link, wenn er in ein Loch fällt oder er strengt sich hörbar (und auch «sehbar») an, wenn er einen schweren Gegenstand hochheben will. Jedes einzelne Gebiet und jeder Dungeon hat zudem seine eigene Melodie. Das Einzige, was mich hier etwas stört, ist das Geräusch, wenn wir einen Schlüssel oder einen neuen Durchgang finden. Dieses «Getröte» geht mir mit der Zeit etwas auf die Nerven. Aber dies ist Jammern auf hohem Niveau. 😉

Am besten gefällt mir am Spiel, dass man ständig neue Fähigkeiten dazulernt und diese (in Zelda treuer Manier) auch immer wieder einsetzen muss, um weiterzukommen. So wirkt das Game sehr kurzweilig, da man immer mehr entdecken will und die nächsten Fertigkeiten erlernen möchte.  Gestört hat mich, dass man gewisse Sequenzen, welche sich immer wiederholen, nicht überspringen oder verkürzen kann. Finde ich zum Beispiel einen kleinen Schlüssel, so hält der kleine Link ihn jedes Mal voller Freude hoch und ein Textfeld erklärt, dass man damit FAST jedes Schloss öffnen kann. Das Textfeld lässt sich nicht sofort skippen, man bekommt etwas Zeit, um es zu lesen und erst dann kann man es wegklicken. Da aber jedes Mal dasselbe im Feld steht, finde ich das mit der Zeit recht nervig.

Wenn man das Original aus dem Jahre 1993 gespielt und dieses noch etwas in Erinnerung hat, dann ist der Schwierigkeitsgrad des Remakes sicherlich recht einfach. Hier kann zu Beginn einen Helden-Modus wählen, bei welchem die Angriffe der Gegner doppelten Schaden ergeben und man weniger häufig Herzen zum Auffüllen der Lebensenergie findet. Trotzdem kennt man natürlich bereits alle Rätsel und deren Lösungswege, was einem ein schnelles Durchspielen ermöglicht. Doch schon nur für die ultrasüsse Grafik lohnt sich das Spielen der Neuauflage, auch wenn man den Klassiker kennt. So kann man das verbesserte Gameplay und die herzerwärmende Darstellung der Figuren und Welten geniessen.

Wenn man das Original (wie ich) nicht gespielt hat, dann ist der Schwierigkeitgrad eher etwas hoch. Das passt meiner Meinung nach aber sehr gut zur Zelda Reihe und vor allem zu einem Remake. Damals musste man noch für Lösungen von Rätseln alle Figuren mehrmals anklicken und sich in jedem Winkel der Insel sehr genau umsehen. Gerade das macht auch den Charme des Spieles aus. Es gibt zwar ein Telefonhäuschen, in welchem man sich Rat holen kann, doch helfen einem die vorprogrammierten Antworten nicht bei jedem Problem weiter.

Das Telefonhäuschen

Mir hat «The Legend of Zelda: Link’s Awakening» für die Nintendo Switch sehr gut gefallen. Die Grafik ist atemberaubend, die Story schlüssig und das Gameplay sehr angenehm. Deshalb erhält dieses Remake von mir 8 von 10 möglichen Herzen!

Review von AnnieWho

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