Rezension: Waffenschwestern von Mark Lawrence

«Will man eine Nonne töten, so gilt es sicherzustellen, dass man über ein Heer von hinreichender Grösse verfügt.»

Ein Kloster, in dem man von Nonnen zu einer Kriegerin ausgebildet wird? Übernatürliche Fähigkeiten? Dunkle Machenschaften? Mord? Assassinen? Das alles findet ihr in diesem Buch! Waffenschwestern: Das erste Buch des Ahnen ist der Auftaktband dieser Fantasy-Trilogie von Mark Lawrence. Hier begegnen wir unserer jungen Protagonistin Nona, die ungefähr neun Jahre alt ist, als sie ihren ersten Mord begeht. Sie steht kurz davor, hingerichtet zu werden, wird dann aber von einer Äbtissin gerettet. Diese nimmt Nona mit in ihren Konvent, wo Nona eine spezielle Ausbildung bekommen soll. Nona und andere Novizinnen sollen zu Kriegerinnen ausgebildet werden.

Für den Leser können diese ersten paar Kapitel etwas verwirrend sein, da eine neue Weltordnung und eine neue Fantasywelt vorgestellt werden. Das ist allerdings in Ordnung so, da Nona selbst sehr wenig gelernt hat (sie ist zum Beispiel Analphabetin zu Beginn des Buches). Der Leser lernt gemeinsam mit Nona diese Welt kennen.

So beginnt Nonas Trainingsprogramm, gemeinsam mit anderen Novizinnen und sie lernt unter anderem auch etwas über Freundschaft und Loyalität. Der Mord, den sie begangen hat, wird sie noch lange verfolgen, beziehungsweise ist es nebst all den Vorkommnissen im Kloster immer wieder ein Thema, das den Plot vorantreibt.

Obwohl die Protagonistin so jung ist, hat mir dieses Buch unglaublich gut gefallen. Die Atmosphäre im Buch ist meistens düster und passt super für diese Jahreszeit. Trotzdem hat es auch etwas liebeswertes, da Nona einfach Freundschaften schliessen möchte. Ihre Familie hat sie verstossen und sie hat sonst niemanden, deshalb versucht sie neue bedeutungsvolle Verbindungen zu anderen Menschen zu finden. Das fällt ihr aber nicht leicht, da sie nicht unbedingt ein «normales» Mädchen ist. Es scheint als wüsste sie nicht, wie man mit anderen Menschen richtig umgeht.  Nach und nach gibt es Flashbacks und der Leser erfährt, weshalb Nona in all diese Situationen geraten ist und vor allem, weshalb sie so ein komplexer Charakter ist. Die Fantasyelemente und das Konzept einer magischen Einrichtung, wo junge Menschen ausgebildet werden, wirkten auf mich sehr überzeugend. Ich konnte nicht mit dem Lesen aufhören, da ich immer mehr wissen wollte und vor allem interessierte mich Nonas Entwicklung. Obwohl mehr als die Hälfte der Handlung im Kloster stattfindet, geht nichts an Spannung verloren. Mark Lawrences Schreib- und Erzählstil sind einfach fesselnd. Ein «must-read» für jeden Fantasyliebhaber! Der zweite Band ist nun auch schon erschienen und könnt ihr auf wog.ch bestellen. Ich persönlich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung zu lesen.

Text von abookofonesown

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