Abartiger Anti-Valentinstag

Wieder einmal schreiben wir den 14. Februar und alle sprechen nur noch von Liebe: Herzchen hier und Herzchen da. Ja, es ist Valentinstag und in neun Monaten wird die Geburtenrate in die Höhe schnellen. Doch als Hobbygamer konnte ich diesem «Feiertag» nie viel abgewinnen. (Und bevor ihr fragt, ja ich bin in einer Beziehung) Wieso sollte man auch die Enthauptung des heiligen Valentin von Rom am 14.02.269 n.Chr. feiern? Na gut, er hat zu Lebzeiten illegal Paare getraut, trotzdem nicht gerade ein romantischer Gedanke…

Auf jeden Fall kam mir die Idee, zur «Feier» dieses makabren Tages, die abartigsten Pärchen aus Games, Filmen und Serien vorzustellen. Okay, ich weiss, an wen ihr jetzt alle denkt, und natürlich möchte ich meine Gruppentherapie mit ihnen starten:

Harley Quinn und der Joker

Spätestens seit «Suicide Squad» im Sommer 2016 die Kinos weltweit verstörte, sind diese beiden Psychopathen wohl das bekannteste Schurkenpärchen der Gegenwart: die unterwürfige Harley und der selbstverliebte Joker. Beide dem ansteckenden Wahnsinn verfallen, faszinieren sie die Fangemeinde immer wieder. Doch führen die beiden eine echte Beziehung? Würde man Harley fragen, wäre ihre Antwort bestimmt ja. Denn die ehemalige Psychologin Harleen Quinzel ist dem Joker total verfallen. In Comics und Filmen merkt man immer wieder, wie sie alles macht, um dem Joker zu gefallen und seine Aufmerksamkeit zu erlagen, mit mässigem Erfolg. Irgendwie ist es nie ganz klar, ob er etwas für sie empfindet oder ob sie für ihn jeweils nur ein Mittel zum Zweck ist. Ab und an meint man, gewisse Regungen bei ihm ausmachen zu können, aber ganz ehrlich, auch wenn ich immer noch darauf hoffe, denke ich nicht, dass ein manipulativer, egozentrischer und selbstsüchtiger Charakter wie er überhaupt im Stande ist, so was wie Liebe zu fühlen. Aber genau dieses Mysterium macht ihre Beziehung doch auch so spannend und lässt uns hoffen, dass es für jeden Topf einen Deckel gibt! (Kotz, ich merke gerade selber wie das klingt)

Wow, wie machen wir nach diesen zwei Legenden nur weiter? Wie wäre es mit einem derben Cut?

Anna und Hans

«Frozen» war und ist noch immer der Lieblingsfilm von mindestens zehn Millionen Mädchen. Ich setze jetzt mal voraus, dass man den Film gesehen hat und werde daher nicht auf Spoiler verzichten. Anna lernt Hans auf dem Fest zur Krönung von Elsa kennen und nach gefühlten zwei Sekunden verlieben sich die beiden ineinander. Deshalb gelten sie für mich auch als abartiges Pärchen. Sie singen ein Lied zusammen und Schwupps, schon sind sie verlobt. Natürlich wissen wir alle, wie das Ausgeht, denn Hans ist am Schluss der Schurke, welcher sich nur Arendelle’s Thron krallen will. Zudem ist «Frozen» der erste Disney-Film, in welchem der Schurke zusammen mit der Prinzessin ein Duett singt. Aber genug Klugscheisserfakten, denn das spezielle ist doch, dass man sich zu Beginn wirklich fragt, ob dies nun Disneys Erst sei: die Liebe auf den ersten Blick so sehr auf die Spitze zu treiben. Zum Glück lernt Anna dann schnell Christoph kennen und so wendet sich alles wieder zum Guten, mit Nachhilfe von Olaf. Aber diese kurze «Romanze», in welcher Anna ja nicht einmal Hans’ Nachnamen kennt, gehört für mich definitiv zur Kategorie der abartigen Beziehungen.

Okay, das kam jetzt selbst für mich unerwartet. Da ploppt in mir gerade noch eine andere Idee auf:

Sheldon J. Plankton und Karen die Computerfrau

Der Inhaber des Abfalleimers und dessen W.E.I.B. (Weibliche Elektronische Integrierte Beratungs- und Belustigungsmaschine) führen definitiv eine abartige Beziehung. Nebst der Tatsache, dass er ein winziger Wasser Organismus ist und sie ein Computer (im Meer), bekommen sie ständig Ehekrach und streiten sich, wer schuld ist, dass man das Geheimrezept des «Krabbenburgers» mal wieder nicht klauen konnte. Sie verspottet ihn gerne, hilft ihm aber trotzdem immer wieder, neue Pläne auszuhecken und serviert ihm ab und an auch holographische Hackbraten, Planktons Leibspeise. Trotzdem scheinen sie einander nie gut genug zu sein und werfen sich gegenseitig oft die schlimmsten Sachen an den Kopf. Doch auch wenn der Haussegen immer wieder schief hängt, wird er zum Schluss doch meist geradegerückt.

Also, schräger wird es nicht mehr. Aber apropos Sheldon J. Plankton:

Sheldon Cooper und Amy Farrah Fowler

Das Vorzeigepaar, wenn es um seltsame (oder eben abartige) Beziehungen geht. Sie lernen sich auf die, für dieses Genres, perfekte Weise kennen: Beide brauchen nur ein Alibi-Date um ihre Mütter zu beruhigen, dass sie sich mit dem anderen Geschlecht treffen. Zu Beginn ist ihre Beziehung (oder Freundschaft, wie es Sheldon am Anfang immer nennt) noch ulkiger, denn Amy verändert sich doch sehr. War sie beim Start der «Freundschaft» noch sehr zugeknöpft und wollte keine körperliche Nähe, wird sie im Laufe der Serie immer mehr zur «Frau» (Naja, eher zum pubertierenden Teenager): Sie will Sheldon nahekommen. Auch wenn diese Entwicklung sicher schön ist, fand ich die Beziehung zu Beginn interessanter. Wie zwei Aliens die keine Ahnung von menschlichen Beziehungen haben stolzierten sie durch die Welt. Und das Schöne daran: Sie merkten nicht wirklich, dass sie auf andere seltsam wirkten. Für sie beide war dies komplett normal und so verstanden sie sich auch perfekt. Weiter führe ich dies nicht aus, denn ich merke schon, wie ich sentimental werde. Aber ihr versteht sicher, was ich meine. 😛

Okay, dafür dass ich diesen makabren Feiertag nicht mag, kam doch recht viel zum Thema Beziehung aus meiner imaginären Feder. Ich hoffe ich konnte euch damit etwas unterhalten, und wünsche euch einen schönen, abartigen Valentinstag.

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