Drachenzähmen leicht gemacht 3: spoilerfreie Review

Das Ende einer Ära. Die ersten beiden Filme waren schon Meisterwerke, auch wenn ich sie ehrlich gesagt inhaltlich nicht mehr ganz auf dem Schirm hatte, als ich mir den dritten Teil im Kino angeschaut habe. Natürlich erinnere ich mich noch an den Haupt-Handlungsstrang, aber das war’s dann auch schon.

Inhaltlich spielt der Film ein Jahr nach dem zweiten Teil und beleuchtet vor allem die Hauptcharakter Hicks und noch mehr im Zentrum steht sein treuer Nachtschatten Ohnezahn. Da jedes Kind (und auch die junggebliebenen Erwachsenen) total auf diesen Drachen abfahren, kann man sich nichts Schöneres vorstellen. Trotzdem wird der Film auch sehr emotional. Ok, ich bin nahe am Wasser gebaut, aber ich war nicht die Einzige mit Tränen in den Augen (bei mir war‘s auch eher ein Wasserfall). Denn, wie im Trailer schon bekannt gegeben, betritt eine neue Figur Ohnezahns Welt, welche eben jene auch direkt auf den Kopf stellt: der wunderschöne weisse Tagschatten.

Die Story fand ich überraschenderweise sehr tiefgründig. Ich meine damit vor allem die zentral angesprochenen Themen wie das Erwachsenwerden von Hicks und der Zwiespalt von Ohnezahn zwischen der Liebe seines Lebens und seinem besten Freund. Themen, mit welchen jeder von uns sich an einem bestimmten Punkt in seinem Leben auseinandersetzen muss. Deshalb flossen bei mir die Tränen auch sintflutartig über die Wangen in die leergegessene Popcorntüte.

Den Bösewicht Grimmel fand ich auch super. Sein Äusseres und seine taktische Art passen super zusammen. Im Gegensatz zu Drago Blutfaust aus dem zweiten Teil, welcher der gewalttätige Typ war, kommt jetzt mit Grimmel eher der Moriarty-Typ: durchdacht und hinterhältig. Auch wenn ich natürlich nicht wollte, dass Hicks oder Ohnezahn etwas passiert, mochte ich den Antagonisten sehr. (Ja, dies löste einen kleinen Zwist in mir aus.)

Grafisch hat mich der Film auch total überzeugt. Von den Haaren, über den Sand und die Wolken bis zum absoluten Highlight, der geheimen Welt, ist der Film ein visuelles Meisterwerk. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Nun habe ich den Film nur gelobt, und mir fällt es gerade schwer, noch etwas Negatives hinzuzufügen. Denn selbst den Abspann am Schluss fand ich super passend: Er liess mich den Kinosaal erst nach ein paar Minuten verlassen. Auch wenn ich vorher gar nicht hätte gehen können, dafür war ich emotional viel zu aufgewühlt.

Das Fazit also: Ein super Film für Familien mit Kindern und jung gebliebene Erwachsene. Vergesst einfach nicht die Taschentücher mit ins Kino zu nehmen.

Text von Annie

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